
Mineralwasser:
Ist ein reines Naturprodukt und kann nicht industriell hergestellt werden. Mineralwasser muss laut Gesetz „ ursprünglich rein“ sein, d.h. es muss seinen Ursprung in einem unterirdischen, vor jeglicher Verunreinigung geschützten Wasservorkommen haben.
Es muss direkt am Quellort in Flaschen abgefüllt werden, um seine Reinheit bis zum Verzehr zu bewahren. Als einziges deutsches Lebensmittel bedarf Mineralwasser einer amtlichen Anerkennung.
Quellwasser:
Entstammt zwar aus einem unterirdischen Wasservorkommen, muss aber die Kriterien der ursprünglichen Reinheit nicht erfüllen.
Tafelwasser:
Kann künstlich aus verschiedenen Hilfsstoffen gemischt werden. Hierbei kann Trinkwasser, Mineralwasser, Meerwasser, Sole, künstliche Mineralstoffcocktails sowie Kohlensäure zugesetzt werden.
Heilwasser:
Heilwasser benötigt laut Arzneimittelgesetz eine amtliche Zulassung als Heilmittel. Diese Zulassung kann nur auf der Grundlage eines balneologischen Gutachtens erfolgen und muss mindestens alle 5 Jahre überprüft werden.
Veränderung von Mineralwasser:
Mineralwasser muss in seiner ursprünglichen Reinheit und Zusammensetzung erhalten bleiben. Lediglich bestimmte, optisch abträgliche Inhaltsstoffe, wie Eisen und Mangan dürfen über Sauerstoffzufuhr ausgefüllt und abfiltriert werden. Damit wird auch die auf vielen Etiketten befindliche Angabe „enteisent“ verständlich. Das Eisen fällt nicht mehr durch natürliche Oxidation in der abgefüllten Mineralwasserflasche als bräunlicher Bodensatz aus.
Kohlensäuregehalt:
Kohlensäurereiche Mineralwasser: 6 - 7 g CO²- Gehalt/ Liter
Kohlensäurearme Mineralwasser: 2 - 4,5 g CO²- Gehalt/ Liter
Kohlensäurefreie Mineralwasser: max. 2,0 g CO²- Gehalt/ Liter
Inhaltsstoffe:
Mineralien und Spurenelemente kann der menschliche Organismus nicht selber bilden.
Darum ist er auf die Zufuhr mit der Nahrung angewiesen. Im Mineralwasser liegen Mineralien und Spurenelemente in gelöster Form vor und können dadurch besonders leicht vom menschlichen Organismus aufgenommen werden.
Die wichtigsten Mineralstoffe sind:
Magnesium sorgt für einen gut funktionierenden Stoffwechsel und steuert die Leistung von Muskeln und Nerven.
Mangelerscheinungen wie Kopfschmerzen, Herzrasen, Schwindel, Konzentrations- und Kreislaufschwäche können bei Unterversorgung auftreten.
Calcium ist ein wichtiger Baustein für Knochen und Zähne. Mangelerscheinungen wie Zahn-, Haar- und Nägelschäden können begegnet werden.
Natrium wird unterschiedlich bewertet, da vielfach mit der Nahrungsaufnahme ein Überschuss an Kochsalz zugeführt wird. Natrium verbindet sich allerdings erst durch Chlorid zu Kochsalz.
Außerdem kommen noch folgende Mineralstoffe vor: Kalium, Chlorid, Phosphor und Eisen. An Spurenelementen seien folgende erwähnt: Zink, Fluorid, Mangan, Lithium und Silizium.
Nitrat ist mit der professionell geführten Landwirtschaft ( Überdüngung) zu einem Problem für die Wasserversorgung geworden. Im menschlichen Körper kann Nitrat zu Nitrit umgewandelt werden und stellt dadurch besonders für Säuglinge ein Gefahrenpotential dar. Ein gutes Mineralwasser zeichnet sich durch Nitratarmut bzw. nicht vorhanden sein von Nitrat aus. Es kann auch ein zusätzlicher Hinweis auf mächtige Deckschutzschichten des Gebirges sein. Hinweise wie „ geringer 0,5mgNitrat/Liter“ können die analytische Messgrenze anzeigen und sind gleichbedeutend mit „nicht vorhanden“.
Nitratarme Mineralwässer eignen sich daher besonders gut zur Zubereitung von Babynahrung, wenn weitere Kriterien, wie Kochsalzarmut etc. eingehalten werden.